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Vom Ursprung zum Zentrum. Der Mariazeller Gründerweg verbindet seit 2006 das Benediktinerkloster St. Lambrecht mit dem wichtigsten österreichischen Wallfahrtsort Mariazell. Im Jahr 1157 entsandte der damalige Abt Otker den Mönch Magnus mit einer Gnadenstatue in die wilde Fremdnis, um das Evangelium zu verkünden. Magnus kam in das Gebiet des heutigen Mariazell und errichtete für seine Marienstatue eine kleine Kapelle – der Ursprung der heutigen Wallfahrtstradition.

 

Streckenverlauf

Stift St. Lambrecht – Teufenbach – Scheifling – Unzmarkt/Frauenburg – Oberzeiring – St. Oswald – Lorettokapelle – Gaaler Höhe – Ingering II – Abtei Seckau – Maria Schnee – Mautern – Eisenerz – Wildalpen – Greith – Mariazell

 

Gesamtlänge

etwa 190 km, ab Seckau alpines Gelände mit teilweise steilen, anspruchsvollen Steigen

8 Tagesetappen

 

Spirituelle Zentren

St. Lambrecht

Anno 1157 brach Mönch Magnus von St. Lambrecht in den Norden auf, um schließlich im heutigen Mariazell seine neue Heimat zu finden. Mit sich brachte er die später "Magna Mater Austriae", die spätere Gnadenstatue von Mariazell, die das Ziel der Pilgerreise darstellen wird.

Das Stift wurde durch Graf Markward von Eppenstein und seinen Sohn Herzog Heinrich III. gegründet. Eine romanische Basilika ist ab 1160 belegt, wurde aber durch die heutige gotische Hallenkirche ersetzt. Trotz der Barockisierung im 17. Jahrhundert hat die Kirche bis heute ihren gotischen Charakter bewahrt.

 Stift St. Lambrecht

 

Maria Schnee

Die Hochalmkirche Maria Schnee auf 1816 m Seehöhe ist die höchst gelegene Wallfahrtskirche der Steiermark. Ursprünglich als Hieronymuskirche für Almhirten erbaut, ranken sich heute zahlreiche Marienlegenden um den Ort. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert, als eine Kopie er Seckauer "Nikopoia" in der Kirche aufgestellt wurde, begann eine rege Marienverehrung, die bis heute Tausende von Menschen nach Maria Schnee zieht.

 

Seckau

Seit 1142 thront die Benediktinerabtei Seckau über dem Murtal. Ursprünglich ein Augustiner-Chorherren-Stift wurde die Abtei 1883 von Benediktinern der Abtei Beuron besiedelt. Der Dom mit seiner einzigartigen Orgel ist eines der Wahrzeichen der Steiermark und Bischofssitz der Diözese Graz-Seckau.

Abtei Seckau

 

Natur und Kultur 

Der Mariazeller Gründerweg führt vorwiegend durch alpines Gelände, das entsprechende Kondition und Ausrüstung erfordert. Doch der Aufwand lohnt sich allemal. Besonders der letzte Abschnitt durch die Eisenerzer Alpen und das Hochschwab-Gebiet bietet wunderbare Ausblicke. Die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt (inklusive Murmeltiere!) sowie das einmalige Bergpanorama lassen eventuelle Blasen an den Füßen schnell vergessen.

Auf dem Weg liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen:

  • Oberzeiring: Silberbergwerk mit Schaustollen
  • Eisenerz: nordisches Wintersportzentrum, Oswaldikirche, historischer Stadtkern, Erlebniswelt Erzberg
  • Wildalpen: Hochquellwasser-Museum

 

Wegetappen

1. Tagesetappe
St.Lambrecht (1.028 m) – Teufenbach (760 m) – Scheifling (762 m) – Unzmarkt (745 m)

Länge: 23 km
Dauer: 8 Stunden

2. Tagesetappe
Unzmarkt (745 m) – Habring (1.497 m) – Oberzeiring (932 m) – St. Oswald (982 m)

Diese Tagesetappe ist reich an Highlights. Die Frauenburg am Weg, die Pfarrkirche, die Elisabethkirche mit den wertvollen Fresken und das Silberbergwerk mit Schaustollen in Oberzeiring, die Propstei Hanfelden und schließlich die Kirche in St. Oswald.

Länge: 15 km
Dauer: 5 Stunden

3. Tagesetappe
St. Oswald (982 m) – Lorettokapelle (1.818 m) – Sommerthörl – Dirnberghöhe – Strasswaldhöhe – Eisenbacherhöhe – Gaalerhöhe (1.600 m – 1.500 m) – Ingering II (881 m) – Moar (810 m) – Seckau (843 m)

Der erste Aufstieg führt zur Lorettokapelle, um weiter über den markanten Gaaler Höhenweg mit seinem schönen Bergpanorama die Abtei Seckau (Führung empfohlen) zu erreichen.

Länge: 33,5 km
Dauer: 11 Stunden

4. Tagesetappe
Seckau (843 m) – Maria Schnee (Hochalm – 1.822 m) – Kumspitzstein (1.924 m) – Bodenhütte (1.619 m) – Freudental – Bremstein (1.868 m) – Mautern (712 m)

Trittsicherheit ist für diese Tour unbedingt notwendig, die außerordentliche Fernsicht (Seetaler Alpen, Wölzer Tauern, Murtal, Hirschegger Alpe, …) von der Wallfahrtskirche Maria Schnee, das tolle Bergpanorama am Bremstein, die Eisenerzer Alpen, die Rottenmanner Tauern, das Gesäuse und der Tierpark Elfenberg sowie das gesamte Ortsbild in Mautern rechtfertigen jedoch jeden Aufwand.

Länge: 26 km
Dauer: 10 Stunden

5. Tagesetappe
Mautern (712 m) – Graslalm (1.624 m) – Wildfeld (2.043 m) – Teicheggsattel (1.690 m) – Ramsau/Eisenerz (1.018 m) – Eisenerz (736 m)

Große Höhenunterschiede gilt es bei dieser landschaftlich sehenswerten Etappe zu meistern. Besonders achten sollten Sie auf die Tier- und Pflanzenwelt (Murmeltiere), bevor Sie durch das Nordische Wintersportzentrum Eisenerzer Ramsau die Stadt Eisenerz mit dem historischen Stadtkern, der Oswaldikirche und der Erlebniswelt Erzberg erreichen.

Länge: 23 km
Dauer: 10 Stunden

6. Tagesetappe
Eisenerz (736m) – Seeau (659 m) – Eisenerzer Höhe (1.549m) – Hinterwildalpen (780 m) – Wildalpen (607 m)

Tolle Blicke auf die Eisenerzer Alpen, die Almenlandschaft der Eisenerzer Höhe, das verträumte Wildwasserparadies Wildalpen und das Hochquellwassermuseum warten auf den Pilger.

Länge: 24 km
Dauer: 9 Stunden

7. Tagesetappe
Wildalpen (607 m) – Hühner Kogel (1.670 m) – Dürradmer (808 m) – Greith (737 m)

Die vorletzte Etappe ist ideal für Naturfreunde, jedoch lange und teilweise sehr steil. Immer wieder öffnen sich schöne Blicke auf die Eisenerzer Alpen, in das Salzatal und auf das Hochschwabmassiv.

Länge: 19 km
Dauer: 6 Stunden

8. Tagesetappe
Greith (737 m) – Vorderer Zellerhut (1.628 m) – Ochsenboden – Knöckensattel (1.093 m) – Teichmühle – Mariazell (868 m)

Immer wieder bieten sich tolle Blicke in das Mariazeller Land und auf das Hochschwabmassiv, bevor man die Stadt Mariazell mit deren Basilika (Führung möglich) erreicht.

Länge: 19 km
Dauer: 6 Stunden


Wichtige Tipps

Ausrüstung:

  • Schuhwerk mit Profilsohle
  • wärmende Kleidung
  • Wanderkarten

Ab Seckau führt der Gründerweg durch alpines Gelände. Unbedingt Wetterbericht einholen - Gefahr eines Wetterumschwungs (Nebel, Schneefall, Gewitter).

Als Schlechtwetteralternative (nicht markiert mit "Mariazeller Gründerweg"): Ab Sommertörl nicht Weg 988 bis Gaaler Höhe, sondern links abwärts über Radstrecke „Alpentour“ bis Ingering II (Roßbach Graben – Gaalgraben – Gaal)

Zwischen St. Oswald und Ingering keine Beherbergungsmöglichkeiten – Proviant für 1 Tag mitnehmen
Lorettokapelle – Notunterstand
Maria Schnee – Notunterstand
Zwischen Seckau und Mautern keine Beherbergungsmöglichkeiten – Proviant für 1 Tag mitnehmen
Strecke Mautern – Mariazell: ausgesetzte Stellen, schmale Bergwege – Trittsicherheit u. Ausdauer erforderlich!


 

Infos und Kontaktadressen

Steiermark Tourismus - Mariazeller Gründerweg

Genaue Beschreibung der Tagesetappen inklusive Ausrüstungstipps

http://www.pilgerwege.at/cms/index.php?page_new=23

Hintergrundinforamtionen zum Streckenverlauf und den Wegstationen

Klösterreich

Das Leben in Österreichs Klöstern kennenlernen - die Benediktinerklöster Seckau und St. Lambrecht liegen auf dem Weg.

 

Literatur

Skerlec, Franz, Mariazeller Gründerweg von St. Lambrecht nach Mariazell. Leitpfad-Verlag 2007.

Detailierte Wegbeschreibung auf 112 Seiten; Kirchen- Orts- Freizeit- und Nächtigungsinformationen, Orientierungsskizzen

 

Quellen

http://www.pilgerwege.at/

http://www.steiermark.com

Zuletzt aktualisiert von Michaela 6. Mai 2009.

Notizen

Einstieg ins Pilgern

Erstellt von Pilgerbegleiter 14. Nov 2008 at 12:06. Zuletzt aktualisiert von Christine Dittlbacher 11. Apr 2016.

Benediktweg

Erstellt von Michaela 8. Mai 2009 at 9:41. Zuletzt aktualisiert von Christine Dittlbacher 11. Apr 2016.

Spirituelle WegbegleiterInnen

Erstellt von Christine Dittlbacher 22. Feb 2011 at 10:02. Zuletzt aktualisiert von Christine Dittlbacher 11. Jun 2014.

Begleiter auf dem Weg

Erstellt von Christine Dittlbacher 1. Apr 2011 at 15:40. Zuletzt aktualisiert von Christine Dittlbacher 1. Apr 2011.

Aktuell

Erstellt von Pilgerbegleiter 25. Aug 2008 at 12:38. Zuletzt aktualisiert von Webmaster 28. Jun 2010.

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